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Rotwild-Jagdzeit geändert

In Kärnten sollen in den nächsten fünf Jahren die Rotwildbestände um 30 Prozent gesenkt werden. Foto: Claude Morerod © Claude Morerod

Demnach werden Schmalspießer und nicht führende Tiere vom 1. Mai (bisher 1. Juni) bis 31. Dezember gejagt, Hirsche der Klasse I, II und III vom 1. August (bisher 16. August) bis 31. Dezember und führende Tiere und Rotwildkälber vom 1. Juli (bisher 1. August) bis 31. Dezember.
Die Kärntner Jägerschaft unterstreicht die Notwendigkeit die Jagdzeiten vorzuverlegen, um die angewachsenen Rotwildbestände in den Griff zu bekommen. Auch die Fütterungspraktiken müssen überdacht werden. "Statt Hege und Fütterung sind Regulierung und Lebensraum gefragt", erklärte Landesjägermeister Ferdinand Gorton. Die Mitglieder werden aufgerufen, rechtzeitig mit der Jagd zu beginnen. "In den nächsten fünf Jahren wollen wir die Wildstände um 30 Prozent reduzieren", gibt der Landesjägermeister die Richtung vor.
Die Abschusspläne seien ebenfalls in der Summe erhöht worden. Damit habe man die Chance, die Problematik gemeinsam in den Griff zu bekommen. Bei Fehlabschüssen gebe es nahezu keine Strafen mehr. "Damit kann kein Jäger sagen, dass er den Bestand nicht reduzieren konnte", sagt Gorton. Problematisch wird vor allem die deutliche Zunahme an Wildschäden im Bereich der Schutzwälder gesehen. Kärntner Jägerschaft, Landwirtschaftskammer und Landesforstdirektion wollen die Probleme gemeinsam lösen.
BHA