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Rotwild ging auf "Sendung"

Seit diesem Frühjahr übermitteln 21 Stück Rotwild mehrmals täglich ihre Position aus Schleswig-Holstein nach Göttingen. Die Tiere verteilen sich auf sechs Rotwildhegegemeinschaften, die ebenso wie die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten als Partner das Projekt unterstützen. Allein sechs Tiere stammen aus dem kleinen Bestand Elsdorf-Westermühlen nördlich des Nord-Ostseekanals, dem nördlichsten Ausläufer des schleswig-holsteinischen Rotwildverbreitungsgebietes bis zum Vorkommen an der deutsch-dänischen Grenze.
Das Rotwild wurde zuvor im Rahmen eines laufenden Projektes unter Federführung des Institutes für Wildbiologie Göttingen und Dresden e.V. mit GPS-Sendern ausgestattet (Foto: Marcus Meißner). Die so gesammelten Daten sollen als Grundlage für eine Optimierung des Rotwildmanagements dienen. Insbesondere die fortschreitende Zerschneidung des Lebensraumes wirft in den ohnehin kleinen Vorkommen des Landes zahlreiche Fragen zum Umgang mit dem Rotwild auf.
Im Rahmen des Verbundprojektes in Kooperation mit den Universitäten Göttingen, Dresden und Kiel sollen daher nicht nur Telemetriedaten ausgewertet, sondern auch der genetische Zustand der Vorkommen analysiert, sowie die jagdlichen Rahmenbedingungen in den Hegegemeinschaften erhoben und zu einem zukunftsweisenden Konzept zusammengeführt werden. Das Vorhaben unter Trägerschaft der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung läuft noch bis 2012. PM