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Rotwild im Dreiländereck

Niemand weiss, wie viele Tiere wie dieser Rothrisch im Dreiländereck leben und womöglich über die Grenzen wandern. Foto: Rainer Simonis © Rainer Simonis

Anlass für die Tagung waren Diskussionen über den Sinn der Wintergatter, in denen das Wild in der kalten Jahreszeit gehalten wird und die Frage, ob sich die Tiere überall oder nur in Rotwildgebieten mit festen Grenzen frei bewegen dürfen. Die Rechtslage dazu ist in den betroffenen Ländern unterschiedlich, so unterschiedlich wie die tatsächlichen Gegebenheiten.
Alle Beteiligten sind sich grundsätzlich einig, dass das Rotwild im Bayerischen Wald und Böhmerwald eine wichtige Rolle spielt und erhalten werden soll. In der Bevölkerung akzeptiert werde es aber nur, wenn es in den Wirtschaftswäldern keine dauerhaften Schäden verursache.
"Wir werden heute sicher keine endgültige Lösung finden", sagte Regierungspräsident Heinz Grunwald bei der Eröffnung der Tagung. "Aber wir müssen eine gute Basis für die dringend nötige Zusammenarbeit legen."
Es besteht ein breiter Konsens, an der jetzigen Situation nicht zu rütteln: Das Rotwild soll auf bayerischer Seite in den dafür festgesetzten Rotwildgebieten bleiben und die Wintergatter sollen bestehen bleiben. Durch die Tagung wurde durch die niederbayerische Regierung der Anstoß dazu gegeben, ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, das sowohl in Niederbayern, als auch von den tschechischen und österreichischen Partnern akzeptiert wird. Eine intensivere Zusammenarbeit ist von Nöten, weil sich das Rotwild in allen drei Ländern stark vermehrt. Darum soll zunächst eine realistische Bestandserhebung gemacht werden. Daneben sollen die grenzüberschreitenden Wanderungen der Tiere genauer untersucht werden und der regelmäßige Infrmationsaustausch zwischen den Tagungsteilnehmern ausgebaut werden. PM