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Rotwild: Berufsjäger befreit Hirsch im Allgäu aus Stacheldraht

Zwei Hirsche, doch nur einer lebt. Der eine Hirsch war bereits tot, der andere Hirsch wurde betäubt, um aus dem Stacheldraht befreit werden zu können. © Christian Kaiser
Zwei Hirsche, doch nur einer lebt. Der eine Hirsch war bereits tot, der andere Hirsch wurde betäubt, um aus dem Stacheldraht befreit werden zu können.

Ein Berufsjäger aus Oberstdorf (Bayern) fand am Montagmorgen zwei RothirscheDie beiden Hirsche lagen am Boden und waren ineinander verkeilt. Die Tiere hatten sich heftig mit ihren Geweihen und Häuptern im Stacheldraht verfangen. Auch ineinander waren sie verhakt. Einer der Hirsche war bereits verendet. Er wies Forkelstiche am ganzen Körper auf. 

Die Hirsche waren so sehr ineinander verkeilt, dass einer der Beiden starb. © Christian Kaiser

Die Hirsche waren so sehr ineinander verkeilt, dass einer der Beiden starb.

Der andere Hirsche lebte noch, weshalb sich der Berufsjäger Christian Kaiser dazu entschied, einen Tierarzt herbeizurufen. Dieser betäubte den Hirsch mit einem Blasrohr, berichtet Kaiser gegenüber unserer Redaktion. Als der Rothirsch in Narkose lag, konnten der Berufsjäger, sein Auszubildender sowie weitere Helfer den Hirsch vom Stacheldraht und dem anderen Hirsch Freischneiden. Durch eine Aufwachspritze kam das Tier dann rasch wieder zu sich. 

Kaiser berichtet weiter, dass solche Vorfälle immer wieder einmal vorkämen, da die Viehweiden im Allgäu mit Stacheldraht gezäunt seien und so das Wild damit in Berührung kommt.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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