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Rotte mit Pkw getötet

Das ist die Bache, die der Jagdaufseher noch erlösen musste. Foto: Tele M1 © Tele M1

Das ist die Bache, die der Jagdaufseher noch erlösen musste. Foto: Tele M1


Zugetragen hat sich der Vorfall in der Nacht zum vergangenen Donnerstag auf einem Feld bei Böttstein. Die Reifenspuren auf dem Acker legen den Verdacht nah, dass die Schwarzkittel regelrecht mit einem Geländewagen über verfolgt wurden. Drei Frischlinge sind vermutlich sofort tot gewesen. Die Bache musste der verständigte Jagdaufseher Adrian Wendel noch erlösen. Er spricht gegenüber der örtlichen Presse von einem „Massaker“ und kann nicht glauben, wer zu so etwas im Stande ist. Laut Wendel muss der Lenker mehrere Runden gedreht haben, bis er alle Tiere getroffen hatte. Auch der Landwirt, dem das Feld gehört und öfters mit Schwarzwildschäden zu kämpfen hat, ist entsetzt. Es gäbe andere Wege, das Problem zu lösen. Jagdaufseher Wendel hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet, die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sollen sich bei der Polizei melden (Tel. 056 268 60 10).
Eine ähnliche Aktion ereignete sich im August 2014 in Sachsen-Anhalt. Damals hatte ein Landwirt absichtlich 13 Stück Schwarzwild mit seinem Wagen getötet (wir berichteten hier).

BS

Einen Filmbeitrag dazu finden Sie hier.


Aktualisierung vom 14. Oktober:

Wie die "Aargauer Zeitung" berichtet, gibt es im Fall von Böttstein einen Verdächtigen. Der 55-Jährige kommt aus dem Ort und ist Landwirt. An seinem Fahrzeug seien Haare und Schweiß gefunden worden. Zugegeben hat er die Tat bisher nicht, er habe zu diesem Tatzeitpunkt nicht im Auto gesessen.