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Rotmilan-Horste verhindern Windkraftanlagen

Aus Sorge um Rotmilan-Horste lehnten die Behörden die Anträge von zwei Windkraftbetreibern ab (Symbolbild).


Zwei Windradbetreiber sind mit ihren Klagen am Bundesverfassungsgericht gescheitert. Sie hatten zum Schutz des Rotmilans keine Genehmigungen für geplante Anlagen bekommen. Die Betreiber waren zuvor von den zuständigen Verwaltungsgerichten in Sachsen-Anhalt abgewiesen worden, da sie das Risiko für die Greifvögel nicht einschätzen könnten.

Das Verfassungsgericht urteilte, die Gerichte könnten sich auf die Einschätzung von örtlichen Behörden verlassen, wenn sie selbst nicht die Möglichkeit haben, sich auf anerkannte Maßstäbe zu berufen. Vor allem sei jedoch der Gesetzgeber in der Pflicht bei naturschutzrechtlichen Fragen klare Standards festzulegen.

Die Behörden vor Ort hatten die Anträge der Unternehmen abgewiesen, da sie befürchteten, die Milane aus mehreren nahegelegenen Horsten könnten von den Rotoren getötet werden. PM/CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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