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Rote Liste: Wolf in Deutschland noch immer gefährdet

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Kathrin Führes
am
Donnerstag, 08.10.2020 - 17:19
Wolfsrudel-in-der-Natur © AB Photography - stock.adobe.com
Wölfe sind zwar laut „Roter Liste“ in Deutschland nicht mehr vom Aussterben bedroht, gelten aber immer noch als „gefährdet“.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat am 8. Oktober, gemeinsam mit dem Rote-Liste-Zentrum (RLZ), die aktuelle Rote Liste der Säugetiere vorgestellt. Demnach sind in Deutschland knapp ein Drittel aller Säugetierarten in ihrem Bestand gefährdet.

Situation beim Iltis, Feldhamster und Luchs hat sich verschlechtert

Beim Iltis, Feldhamster sowie Gartenschläfer hat sich die Situation im Vergleich zur Roten Liste 2009 verschlechtert, das Graue Langohr – eine Fledermausart – der Luchs sowie der Zwergwal wurden neu als „Vom Aussterben bedroht“ eingeordnet. BfN und RLZ empfehlen, beim Iltis auf die Bejagung zu verzichten.

Beim Fischotter aber auch der Wildkatze haben Biotop- und Artenschutzmaßnahmen hingegen vollen Erfolg gezeigt. Hier konnte eine positive Entwicklung festgestellt werden. So änderte sich der Status der Wildkatze von „sehr selten“ auf „selten“. Der Besatz würde in Deutschland derzeit rund 5.000 bis 7.000 Tiere betragen. Für die Wildkatze ist die Hybridisierung mit Hauskatzen und ein steigendes Infektionsrisiko durch Viruserkrankungen, welche durch Hauskatzen übertragen werden, eine Gefahr.

Wolf gilt mittlerweile nur noch als gefährdet

Wie die Forscher mitteilen, hat der strenge Schutzstatus auch beim Wolf für eine positive Entwicklung gesorgt. Isegrim gilt laut Roter Liste nicht mehr als vom Aussterben bedroht, sondern wurde als „gefährdet“ eingestuft – diesen Status hat auch der Feldhase auf der Roten Liste.

Die bundesweiten Roten Listen werden in einem Turnus von rund zehn Jahren neu aufgelegt. Sie ist digital abrufbar.


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