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Rostgans-Abschuss auf der Reichenau

Rostgänse gelten als Neozoen, verbreiten sich in Deutschland aber immer mehr (Symbolbild).


Am Bodensee wurde eine Ausnahmegenehmigung für den Abschuss von Rostgänsen erteilt. Rostgänse sind laut Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und unterliegen einer Vogelschutzrichtline. Im baden-württembergischen Jagdgesetz JWMG ist sie dem Entwicklungsmanagement zugeordnet. Sie ist ganzjährig geschont. Allerdings richtet eine Population auf der Insel Reichenau (Baden-Württemberg) extreme Schäden an Salatpflanzen an. Sie reißen zum einen die frisch gepflanzten Salatsetzlinge aus der Erde und beißen zudem ältere Salatpflanzen an. Weiterhin sind durch die Anwesenheit der Gänse auf den Salatäckern die Salatköpfer verkotet.

NABU für Abschuss

Der zuständige Mitarbeiter des Landwirtschaftsamtes teilte mit, dass mit ca. 50.000 Euro Schaden an Salat durch die Rostganspopulation für dieses Jahr gerechnet werden muss. Eine Vergrämung mit Flatterbändern und Knallapparaten blieb erfolglos, weshalb nun ein Abschuss von erst einmal zehn Tieren verfügt wurde. Durch die Vergrämungsmaßnahmen wird der auf der Insel heimische Kiebitz auch vergrämt. Da die Rostgans als Neozoen nicht heimisch ist und starke Schäden anrichtet, spricht sich der NABU für den Abschuss aus. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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