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Robbensterben dramatischer als vermutet

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Dienstag, 23.12.2014 - 11:09
Verendeter Seehund auf Sylt. Foto: Bettina Diercks © Bettina Diercks

Nach neuesten Schätzungen der schwedischen Meeres- und Wasserbehörde HAV sind rund 3.000 Tiere verendet. Bisher ging man von 700 Opfern aus. Einige der aufgefundenen Kadaver waren nachweislich mit dem Vogelgrippe-Virus H10N7 infiziert. Den Unterschied zu der früheren Einschätzung erklärt die Behörde damit, dass nur ein Bruchteil der verendeten Robben an Land getrieben und dort gefunden worden sind. Nach Luftaufnahmen wird nun auf ein wesentlich umfangreicheres Seehundsterben geschlossen.
Auch an den deutschen Küsten sind viele Seehunde in den letzten Monaten am Influenzavirus eingegangen. Rund 1.600 sollen es sein, der Gesamtbestand wird auf etwa 13.000 Tiere geschätzt. Bei der Vorstellung des Jagd- und Artenschutzberichtes des Landes Schleswig-Holstein sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne), dass dies ein vollkommen natürlicher Prozess sei. Gleichzeitig lobte er ausdrücklich die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Seehundjäger: „Ihr Arbeit verdient Respekt“, wird er vom „Hamburger Abendblatt“ zitiert.
DK/BS



Ausführliches zum Jagd- und Artenschutzbericht Schleswig-Holstein finden Sie hier