Home News Rissvorfall auf Usedom – Verdacht fällt auf bekannten Problemwolf

Rissvorfall auf Usedom – Verdacht fällt auf bekannten Problemwolf

Wolf-in-Landschaft © Erich Marek
Für einen Riss auf Usedom steht der bekannte Problemwolf aus Schleswig-Holstein im Verdacht.

Nach seiner Abwanderung nach Mecklenburg-Vorpommern sorgt der bekannte Problemwolf „GW924m“ weiter für Ärger. Nach bestätigten Rissen in Grambow vermuten Sachverständige nun, dass der Wolf auch für Risse auf Usedom verantwortlich sein könnte. Wie das Ministerium für Landwirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit in einer Pressemitteilung erklärte, "weise das Tier ein ganz charakteristisches Rissbild auf, dem die auf Usedom vorgefundene Biss- und Fraßspuren sehr ähneln." Die sichergestellten DNA-Spuren werden derzeit im Senckenberg Forschungsinstitut untersucht. Mit einem Ergebnis sei im Laufe der nächsten Woche zu rechnen.

Wolf wandert möglicherweise nach Polen

Man wolle erst danach über das weitere Vorgehen entscheiden. Umweltminister Till Backhaus verwies darauf, dass eine Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zum Abschuss allein nicht die Lösung aller Probleme sei, da sie nur zeitlich und auf ein konkret abgestecktes Gebiet erteilt werden. „Bis vor Kurzem hatten wir keine Hinweise dazu, ob sich „GW924m“ überhaupt noch in Mecklenburg-Vorpommern aufhält. Nun müssen wir annehmen, dass er einmal quer durchs Land gewandert ist und möglicherweise weiter nach Polen zieht. Das ist eine völlig neue Sachlage“, so Backhaus. Gegenüber der dpa sagte Volker Böhning, Präsident des LJV Mecklenburg-Vorpommern: „Die bisherige Situation zeigt, auf diese Art und Weise werden wir ihn nie kriegen.“

Wolfsattacke mitten im Dorf

Eine Wolfsattacke mitten in einem Dorf beunruhigt die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls. Laut Bürgermeister Andreas Gehrke wurden in Zeetze sieben Schafe einer Herde gerissen. Noch ist unklar, ob und welcher Wolf für diese Risse verantwortlich ist.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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