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Risse sollen auf Streckenliste

Vorerst soll es keine weiteren Luchsauswilderungen in den Kalkalpen geben. Foto: PLI © PLI

An dem Treffen der Lenkungsgruppe „Luchs im Nationalpark Kalkalpen“ (kurz Luka) nahmen Vertreter der Jägerschaft, der Bundesforste, des WWF, des Nationalparks und des Naturschutzbundes teil. Während sich die Parteien Mitte Februar noch uneins darüber waren, ob weitere Raubkatzen zur Blutauffrischung ausgewildert werden sollen, ist dieses Thema jetzt zunächst vom Tisch. Laut Wildbiologen sei eine Freisetzung aufgrund der eingetretenen Ranzzeit sowieso nicht mehr möglich. Deshalb soll im laufenden Jahr geprüft werden, ob aus genetischer Sicht neue Tiere erforderlich sind. Diese Vorgehensweise hatte auch der Landesjagdverband Oberösterreich (LJV OÖ) vorgeschlagen. Ebenfalls folgten die Umweltschützer der Forderung der Jäger, großräumiger zu denken und die Nachbarbundesländer in das Luchs-Projekt einzubeziehen.
Der größte Erfolg für die Jagdpraktiker dürfte jedoch sein, dass Luchsrisse künftig in die Abschussplanungen einbezogen werden sollen. „Das Treffen war für uns sehr positiv“, berichtete LJV-Geschäftsführer Christopher Böck gegenüber jagderleben.at. Man habe grundsätzlich die Forderungen und Anregungen des LJV aufgenommen. Und das könne nur mehr Akzeptanz für den Rückkehrer bedeuten. Erfreulich zeigten sich auch die Umweltschützer: "Es wurde deutlich, dass alle Beteiligten voll hinter dem Projekt stehen", sagte WWF-Luchsexpertin Christina Reisenbichler.
BS