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Vom Riss zum Abschuss

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Sonntag, 18.05.2014 - 02:10
Das ist der Thüringer Wolf. Foto: S. Böttner © S. Böttner
Das ist der Thüringer Wolf. Foto: S. Böttner

Bei dem im Landkreis Gotha vor einigen Tagen aus 25 Meter Entfernung fotografierten Tier handelt es sich eindeutig um einen Wolf, ist sich das Landwirtschaftsministerium sicher. Aufgrund der guten Qualität der Aufnahme handele es sich um einen C1-Nachweis. Eine genetische Analyse von gesammelten Kotproben soll Aufschluss über die Herkunft des Tieres geben. Das Ministerium rechnet damit, dass sich in Thüringen künftig Wölfe etablieren werden und nicht nur das Land durchwandern.

Bär mit Hunger

Dieses Schaf wurde von einem jungen Braunbär gerissen. Foto: südostschweiz.ch

Derzeit zu Besuch ist im Kanton Graubünden (Vinadi) Bär M25. Er sorgte zuletzt für Aufregung, weil er am vergangenen Donnerstag neun Schafe gerissen haben soll. Um den aus Italien stammenden Meister Petz zu schützen, hat der WWF eine Petition gestartet, damit ihm nicht das gleiche Schicksal wie M13 wiederfährt. Auch soll der Bär einen „richtigen“ Namen bekommen.
Stören dürfte die Umweltorganisation Überlegungen des Bundesrates, die zeitgleich angestoßen wurden. CVP-Ständerat Stefan Engler will laut einem Bericht des „Tagblatt“ neue Prioritäten setzen. Anstatt den Schutz des Wolfes und der Artenvielfalt in den Vordergrund zu stellen, sollten die Interessen der Landwirtschaft, der Jagd, der öffentlichen Sicherheit sowie des Tourismus gleich hoch gewichtet werden. In Zukunft könnte für bestimmte Gebiete eine maximal tolerierbare Bestandsgröße festgelegt werden. Konkret wurde der Bundesrat aber bisher nicht. Eine Anpassung des Jagdrechts halte man aber für vereinbar mit der Berner Konvention.

Wolf verdächtigt

Wolf oder Hund? Eine DNS-Analyse soll klären, ob dieses Schaf von Isegrim verletzt wurde. Foto: WESER KURIER

Die Schafe eines Schäfers aus dem Landkreis Cuxhaven (Uthlede) könnten einem Wolf zum Opfer gefallen sein. Elf Schafe und sieben Lämmer tötete der "Übeltäter" sofort, 13 weitere Tiere verletzte er. Nicht ausgeschlossen wird der Wolf als Verursacher, es könnte aber genauso gut ein Hund gewesen sein, so der derzeitige Kenntnisstand. Auch hier wurden Genproben zur genauen Täterbestimmung genommen, ein Ergebnis wird es wohl in den nächsten vier Wochen geben. In der Gegend um Cuxhaven wurden bisher zwei Wolfsfähen durch DNS-Tests nachgewiesen.
BS