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Riesige Rentierherden gewildert

In Russland werden laut WWF jährlich etwa 80 000 Rentiere gewildert (Symbolbild).


Wie der „WWF“ berichtet, werden in Nordrussland jährlich tausende von Rentieren gewildert. Die Organisation spricht von 80 000 bis 100 000 Stück, die auf der Halbinsel Taimyr jedes Jahr illegal getötet werden. Dabei gehe es den Wilderern nicht um Fleisch, sondern um die Geweihe und Zungen der Tiere. Aus den gut durchbluteten Geweihen würden in der traditionellen chinesischen Medizin Medikamente hergestellt, die Lecker gelten in Asien als Delikatesse. Laut der Organisation wurde dadurch der Bestand in den vergangenen 18 Jahren um die Hälfte auf nur noch 400 000 Tiere dezimiert. Die wilden Rentiere sammeln sich in großen Herden und wandern in ihre Wintereinstände. Auf diese riesigen Herden würden die Wilderer nur warten, so der „WWF“. Es habe auch früher bereits Wilderei und auch legale Jagd gegeben, aber diese hätten den Bestand nicht gefährdet. Erst seit einigen Jahren würden die Wildereifälle zunehmen.

Rentiere von Zug überfahren

In Norwegen wurden Ende November über 100 Rentiere von Zügen erfasst und getötet, berichtet „spiegel.de“. Dabei handelte es sich um von Menschen gehaltene  Nutztiere, die in Skandinavien oft halbwild leben. Obwohl der Besitzer der Bahn die Wanderung gemeldet hätte, wurden die Unfälle nicht verhindert. Nun solle er für den Verlust entschädigt werden. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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