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Rhinos auf Wilderer-Jagd

Installation einer Rhino-Cam. Foto: youtube


Entwickelt wurde das neue System von der gemeinnützigen Organisation „Protect“ und trägt den Namen „Rapid“ (Realtime Anti-Poaching Intelligence Device). Als Kernstück des neuen Verfahrens wird eine Kamera in das Horn der Dickhäuter eingelassen. Zusätzlich trägt es einen GPS-Sender um den Hals. Beides ist mit einem unter der Haut befindlichen Herzfrequenzmesser verbunden. Sobald sich der Puls des Nashorns stark verringert oder erhöht, wird das System aktiviert. Von einem Kontrollzentrum aus können Ranger nicht nur in Echtzeit mitverfolgen, was rund um das Rhinozeros passiert, sie wissen auch unmittelbar, wo es sich aufhält. Sollten tatsächlich Wilderer für den veränderten Herzschlag verantwortlich sein, kann sofort eine Patrouille mit dem Helikopter zu dem Tier geschickt werden.
Das „Installieren“ der Technik sei laut den Entwicklern nur ein kleiner Eingriff. Ebenso verfüge „Rapid“ über eine hohe Energieeffizienz, sodass die Akkus lediglich ein paar Mal im Leben eines Nashorns ausgetauscht werden müssten. Den größten Effekt erhoffen sich die Erfinder in dem Abschreckungseffekt: Die Wilddiebe sollen wissen, dass Dickhäuter mit Halsband tabu sind. Auf der Internetseite von „Protect“ werden erste Feldversuche bereits als Kehrtwende im Kampf gegen die illegale Nashornjagd proklamiert.
BS

Einen Film von dem Projekt sehen Sie hier.