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Rheinland-Pfalz: Jäger mit Anhörung zufrieden

Sind beim Thema "Novellierung des Landesjagdgesetzes" nicht immer einer Meinung, aber im Gespräch: Kurt A. Michael (l.) und Ministerin Margit Conrad. (Foto: JD)


Vor dem Umweltausschuss des rheinland-pfälzischen Landtages fand jüngst die Anhörung von 15 betroffenen Interessensverbänden zur Novellierung des Landesjagdgesetzes statt. Grundlage war der Gesetzesentwurf, den die zuständige Umweltministerin Margit Conrad im Februar vorgelegt hatte.
Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) wurde dabei von seinem Präsidenten Kurt-Alexander Michael und LJV-Geschäftsführer Erhard Bäder vertreten.
Laut einer Pressemeldung des LJV verlief die Anhörung für den Verband zufriedenstellend. Nicht zuletzt hätte es "zahlreicher detaillierter Fragen der Abgeordneten" gegeben, die dazu geführt haben, dass die pro Verband vorgesehen zehn Minuten auf rund das Vierfache ausgedehnt werden mussten. Für LJV-Präsident Michael ein Zeichen dafür, dass sein LJV von der Politik als "die Interessenvertretung der Jägerschaft" wahrgenommen wird. Gleichzeitig verwies er auf die in der ersten Novellierungsphase bei verschiedenen Spitzengesprächen erzielten Verbesserungen gegenüber dem ersten Referentenentwurf, mit denen man einer "vernünftigen Gesetzesformulierung" näher gerückt sei.
Wie nicht anders zu erwarten, machten Bauern, Waldbesitzer und Kommunen jedoch keinen Hehl daraus, dass sie mit vielen Vorstellungen des LJV nicht konform gehen.
Deren Vorschläge zu den Themenkomplexen Mindestpachtdauer, Hegegemeinschaften, Bewirtschaftungsbezirke, Mindestabschusspläne oder Wildschadensersatzpflicht stoßen wiederum bei der Jägerschaft auf begründete Ablehnung: „All dies fördert ausschließlich die weitere Kommerzialisierung der Jagd und richtet sich damit nicht nur gegen die Jäger, sondern vor allem gegen das Wild“, kommentierte LJV-Präsident Michael die teilweise unrealistischen Forderungen.
Nach einer demnächst anstehenden weiteren Sitzung des federführenden Ausschusses ist die zweite und dritte Lesung im Landtag für Ende Juni/Anfang Juli vorgesehen. Damit wird die Verabschiedung des Gesetzes – wie von der Landesregierung geplant – voraussichtlich noch vor den Parlamentsferien erfolgen. PM/RJE