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Remmels "Verbotsliste"

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Dienstag, 16.09.2014 - 19:46
Minister Remmel beim Landesjägertag 2014 in Köln. Foto: BP © BP

Schwerpunkte des neuen Gesetzes sind laut dem zuständigen Ministerium der stärkerer Schutz des Waldes und der Wildtiere: „Das neue Gesetz hat zum Ziel, die gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd zu stärken und die Jägerinnen und Jäger in ihrer Verantwortung und ihrem Engagement für Natur und Umwelt zu unterstützen“, lässt sich Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) in der Pressemitteilung zur Vorlage der Eckpunkte am heutigen Dienstag zitieren.
Die "Unterstützung" kommt aber zunächst in Form von Verboten daher:
  • Verbot bleihaltiger Jagdmunition
  • Verbot der Jagdhundeausbildung an der lebenden Ente und in Schliefenanlagen
  • Verbot von Totschlagfallen (Lebendfangfallen bleibt unter Auflagen zulässig)
  • Verbot der Baujagd auf Füchse und Dachse
  • Verbot des Tötens von Katzen durch Jäger.

Und auch etliche der sonstigen Neuerungen haben es in sich:
  • Zulässigkeit einer Erhebung der Jagdsteuer
  • Einführung eines Vegetationsgutachtens (Verbissgutachten)
  • Verlängerung der Jagdzeit für Rehböcke bis zum 15. Januar
  • Verzicht auf den behördlichen Abschussplan beim Rehwild
  • Zulässigkeit von juristischen Personen zur Befriedung von Grundflächen
  • Einführung eines Schießnachweises als Voraussetzung für Bewegungsjagden
  • Absenkung der Mindestpachtdauer von neun auf fünf Jahre

(Zur Auflistung aller geplanten Änderungen: siehe Link unten)

Für Minister Remmel steht jedoch außer Frage, dass die Jagd mit dem neuen "ÖJG" auch weiterhin "als gelebte Tradition in die Zukunft geht".
Der Landesjagdverband (LJV) stellt in einer ersten Stellungnahme darauf ab, dass Jagd auch weiterhin möglich bleibt. Zitat: "Klar sei allerdings schon jetzt, dass die Positionen extremer Jagdgegner vernünftigerweise keine durchschlagende Resonanz finden."
Oder wie es LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg formuliert: „In NRW wird die Jagd nicht abgeschafft."
JMB
Link: Die geplanten Änderungen im Detail