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Remmel unter Druck

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Freitag, 01.07.2016 - 02:10
Umweltminister Johannes Remmel. Foto: SN © SN
Umweltminister Johannes Remmel. Foto: SN

Auschlaggebend war eine Pressemitteilung des Ministeriums zum Tag des Artenschutzes im März dieses Jahres. Darin behauptete Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) dass „45 Prozent der Arten in NRW vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben sind“. Diese erschreckende Aussage rief unter anderem den Geobotaniker der Uni Bonn und ehemaligen Abteilungsleiter des Umweltministeriums, Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, auf den Plan. Er unterstellte Remmel mit falschen Zahlen zu nennen. Es seien lediglich 15 Prozent. Auch der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Rainer Deppe, wurde darauf aufmerksam und stellte eine „Kleine Anfrage“.
Bei den Antworten wurde deutlich, dass eher Erfolge im Artenschutz zu verbuchen sind. Säugetierarten wie Biber, Fischotter, Wildkatze sowie der Feldhase konnten von der „Roten Liste“ gestrichen werden. Und zwar schon 2011, lange bevor es Remmels „Ökologisches Jagdgesetz“ gab. Wie Deppe berichtet, habe das Ministerium bereits eingeräumt, dass man mit „übertriebenen Angaben für das Problem (Artensterben, Anm. d. Red.) sensibilisieren wolle“. Deppe: „Offenbar glaubt der Minister, mit Angst und Übertreibungen seine ideologischen Projekt (...) leichter durchsetzen zu können.“
BS/PM

Die Kleine Anfrage samt Antworten finden Sie hier.