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Remmel drohte Jägern

NRW-Umweltminister Remmel (Grüne)  drohte der Jägerschaft. Foto: MKULNV © MKULNV

Der Vorsitzende Freiherr Dr. Philipp Heereman bat nach der Begrüßung u.a. Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) in einem 15-minütigen Statement auf das geplante ökologische Jagdrecht einzugehen. Nach einem anfangs normalen Gesprächsverlauf holte dieser allerdings die Keule raus und beschimpfte den Landesjagdverband, da dieser – obwohl es noch keinen Referentenentwurf gäbe – bereits eine Kampagne gegen das Jagdrecht organisiere. Die Art, wie dieses gemacht wird, sei ungeheuerlich! Mit erhobenem Zeigefinger drohte Remmel schließlich der Jägerschaft: „So, wie es in den Wald hineinschallt, so kommt es zurück.“ Daraufhin verabschiedete er sich, weil er noch einen anderen Termin wahrnehmen müsse. Zurück blieb ein geschocktes Auditorium.
Nun fasste sich ein Beteiligter ein Herz und schrieb einen offenen Brief an die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. „Es sei schon etwas Außergewöhnliches, wenn ein Minister einen Verband, der die Interessen seiner Mitglieder vertritt, in einer derartigen Art und Weise entgegentritt. Die Einschneidungen des geplanten ökologischen Jagdrechts seien jedoch so gravierend, dass die Jäger bereits im Vorfeld agieren müssen, um nicht zum Schädlingsbekämpfer degradiert zu werden, sondern um das Kulturgut Jagd erhalten zu können.“ Heinz Kreiensiek erwartet von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, dass der dem Kabinett angehörende Minister Remmel seine Drohung gegenüber dem Landesjagdverband zurücknimmt, um auch künftig eine ideologiefreie, sachliche Politik im Interesse aller Bürger Nordrhein-Westfalens gewährleisten zu können.
SN