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Reinholz versetzt Elefantenjäger

Berichterstattung: Auszug aus der "Thüringische Landeszeitung". Foto: CS/Screenshot © Screenshot

Weil es zu Morddrohungen gegen Wedekind kam, wurde der Jäger unter Polizeischutz gestellt. Wie die Thüringische Landezeitung (TLZ) berichtet, habe Wedekind zuvor nur „ganz wenigen Leuten“ von seinem Weidmannsheil am 6. Dezember in Botswana berichtet und ein Erlegerfoto angehängt, das ihn mit dem etwa 40 Jahre alten Elefanten zeigt. Kurz darauf landete das Bild samt eines anonymen Schreibens bei der bündnisgrünen Landtagsfraktion, die es medienwirksam verbreitete. Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow nannte den Abschuss des Thüringer Beamten „eine moralische Verfehlung sondergleichen“.
Nicht nur bei Jagdveranstaltern sorgt das harte Durchgreifen des Ministers und die Hexenjagd auf den Großwildjäger für Unverständnis. Denn Botswana ist für seinen überhöhten Elefantenbestand bekannt. Experten schätzen, dass im Land etwa 200.000 Elefanten ihre Fährten ziehen. Pro Jahr würden 25.000 Kälber hinzukommen, berichtet die TLZ. Dem stehen 200 Dickhäuter gegenüber, die pro Jahr erlegt werden. Seit Anfang dieses Jahres werden von der Regierung in Botswana übrigens keine Jagdlizenzen für Auslandsjäger mehr ausgestellt. Mit dem Fall des „jagenden Zentralabteilungsleiters“ hat das allerdings nichts zu tun.
CS

Aktualisierung vom 17. Oktober

Wedekind hat rechtlich eine weiße Weste. Nicht nur die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen eingestellt, sondern auch das Ministerium selbst wird „...keinerlei disziplinarische Maßnahmen ergreifen. Das Verfahren sei eingestellt worden“. Der Beamte ist seit der Kritik krankgeschrieben. Wie die „Thüringer Allgemeine“ weiter berichtet, soll übrigens das Umweltministerium an die Frau gehen, die die Affäre damals ins Laufen brachte: die Grüne Anja Siegesmund.
MW