Reineke auf Pausenhof erlegt

Besonders bei Hunden mit Raubwildkontakt sollte man auf den Impfschutz achten (Symbolbild). Foto: Jens Krüger


Den schwerkranken Rotrock hat Jagdpächter Siegmar Töpfer auf dem Schulgelände in Buttstädt (Landkreis Sömmerda) erlöst. Rund zwei Stunden musste der Jäger warten, bis er unter Aufsicht der Polizei und eines Vertreters der Stadt dem Leiden ein Ende setzen durfte. Das geschah bei laufendem Betrieb der Ganztagsbetreuung an der Schule.
Eine spätere Untersuchung des Fuchses ergab, dass er Träger des Staupevirus war. Seitdem hat der Revierinhaber noch vier weitere Räuber ans Veterinäramt geliefert. Einer davon wurde verendet aufgefunden. Die Testergebnisse stehen noch aus. Im Weimarer Land und im Stadgebiet Weimar sind es laut Töpfer bereits über 20 Fälle. Außerdem würde die Seuche jetzt auch auf Waschbären übergreifen, hier sind ihm zwei Fälle bekannt.
Töpfer, selbst passionierter Hundeführer, sagte gegenüber der Redaktion: "Es geht mir jetzt vor allem darum, dass sich die Leute die Gefährdung für ihre Haustiere ins Bewusstsein rufen." Bei der Veranstaltung von Hundeprüfungen in seinem Revier achtet der Verbandsrichter des Jagdgebrauchshundeverbandes (JGHV) deshalb besonders darauf, ob ein Impfschutz für die gemeldeten Vierbeiner besteht. Wenn dies nicht der Fall ist, werden die Hunde konsequent nicht zur Prüfung zugelassen.
Auch das Veterinäramt des Rhein-Kreises Neuss meldete diesen Donnerstag zwei Fälle von Staupe. Dabei warnt es eingehend davor seine Hunde und Katzen nicht zu impfen.

Hier finden Sie die Pressemitteilung des Rhein-Kreises Neuss.

RW