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Rehwild: Stadt Wolfsburg plant Verkürzung der Schonzeiten

In Wolfsburg sollen bald Böcke und Schmalrehe schon im April offen sein – man erhofft weniger Unfälle.


Der Jagdbeirat der Stadt Wolfsburg (Niedersachsen) empfiehlt eine Verkürzung der Schonzeit für Rehböcke und Schmalrehe. Geplant sei, bereits am 1. April mit der Bejagung auf Rehwild zu beginnen, berichtete „regionalWolfsburg.de“. Damit soll die Zahl der Wildunfälle gesenkt werden. An mehr als 80% der Unfälle seien Rehe beteiligt. Die Abschusspläne sollen dagegen nicht verändert werden. Ein Beschluss steht noch aus.

Salzgitter meldet Erfolge

Die nahegelegene Stadt Salzgitter hat bereits seit dem Jahr 2013 eine entsprechende Verordnung in Kraft – mit guten Erfolgen, wie ein Sprecher des Ordnungsamts gegenüber der Redaktion erklärte: „Der Erfolg ist definitiv da, die Unfälle sind zurückgegangen“. Es würden nicht mehr Tiere geschossen, sondern lediglich zu anderer Zeit. Die erste Verordnung sei im Dezember 2017 ausgelaufen und prompt verlängert worden. Bis Ende 2022 dürfen in Salzgitter Jährlingsböcke und Schmalrehe bereits ab dem 1. April erlegt werden. Schmalrehe zusätzlich zwischen dem 1. Juni und 31. August, wenn sie im Rest Niedersachsens Schonzeit haben. CL

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Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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