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Rehwild-Rettungsaktionen

Mit vereinten Kräften wird der Bock an Land gehievt. (Foto: Frank Bock) © Frank Bock

Was ist bloß mit dem Rehwild los? Die Temperatur sind doch derzeit gar nicht so hoch, dass es einer dringenden Erfrischung im kühlen Nass bedürfte! Doch Spaß bei Seite: Gewässer aller Art werden in unserer Kulturlandschaft immer wieder zum ernsten Problem für Wildtiere.
Im Junkerskanal am Neckar bei Neckartenzlingen (Landkreis Esslingen) hatte eine Frau zwei Rehe entdeckt, die das Gewässer wegen des steilen Ufers nicht mehr verlassen konnten. Mit einem Strick zogen Jäger unter Mithilfe der Polizei die beiden aus dem Wasser. Nach einer kurzen Erholungsphase flohen die Tiere in verschiedene Richtungen davon. Eines landete dabei erneut im Wasser des Kanals und musste von den Männern ein zweites Mal gerettet werden.
Ebenfalls glimpflich verlief der "Badeausflug" eines Rehs im Swimmingpool eines Einfamilienhauses in Lindenberg im Allgäu. Wie die "tz" meldete, war es von einer Hausbewohnerin entdeckt worden. Diese erkannte offensichtlich auch die ernste Lage des Tiers und alarmierte die Polizei. Die Beamten zogen das Reh "an den Ohren" aus dem Pool.
Etwas aufwändiger gestaltete sich die Rettung eines Rehbocks aus dem Datteln-Hamm-Kanal bei Lünen (NRW). Hier musste die Feuerwehr anrücken um dem Gabler wieder festen Boden unter den Schalen zu verschaffen. In letzter Minute, wie es hieß. Schließlich war es kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Die Nacht hätte das Böckchen im Kanal wohl nicht lebend überstanden, die Spundwände ließen ihm aber auch keine Chance, zu entkommen. BHA/RJE


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