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Rehkitze getötet: Landwirt zu 10.000 Euro Geldstrafe verurteilt

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 23.06.2022 - 16:56
Rehkitz-vermaeht-auf-Wiese © Jan - stock.adobe.com
Drei Kitze soll der Landwirt mit dem Mähwerk getötet haben (Symbolbild).

Im November 2021 hatte das Amtsgericht Bad Iburg einen 56-jährigen Landwirt aus dem Kreis Osnabrück (Niedersachsen) zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 200 Euro verurteilt. Dem Mann, welcher auch im Besitze eines Jagdscheins sein soll, wurde vorgeworfen, dass er vor Mahdbeginn die Wiese nicht nach Kitzen abgesucht und durch sein Mähwerk drei Kitze getötet hatte.

Laut eines Gerichtssprechers haben sich zum Mahdzeitpunkt mehrere Rehe auf der Wiese befunden, ein Stück sei dem Beschuldigten sogar laut Augenzeugenangaben vor den Traktor gelaufen, so dass er abbremsen musste. Das Rehwild habe sich auffällig verhalten und sei nicht geflüchtet. Trotzdem habe er die Mäharbeiten nicht unterbrochen, woraufhin es zu den vermähten Kitzen gekommen sei.

Landwirt akzeptiert Strafe

Gegen das Urteil hatten sowohl der Landwirt als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Der Staatsanwaltschaft war die Strafe zu gering gewesen. Doch zum Berufungsprozess, welcher vergangene Woche vor dem Landgericht Osnabrück stattfinden sollte, kam es nicht. Nach einem Gespräch zwischen den Beteiligten und dem Gericht wurden die Berufungsanträge zurückgezogen und das Urteil, 10.000 Geldstrafe wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, aus dem ersten Verfahren akzeptiert.


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