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Rehkitz nach Hetze eingeschläfert

Das Rehkitz musste am Folgetag des Vorfalls aufgrund der Schwere seiner Verletzungen eingeschläfert werden.


Ein Rehkitz wurde am Sonntagnachmittag, den 26. August, in der Nähe von Günzburg (Bayern) durch mindestens einen Hund gehetzt und so schwer verletzt, dass es letztendlich eingeschläfert werden musste. Wie der Jagdpächter des Reviers, Markus Kircher gegenüber der Redaktion erklärte, habe ein Anwohner die Szene beobachtet. Der Sohn des Pächters und ein Mitjäger begaben sich vor Ort und bargen das verletzte Kitz. Es hatte auf den ersten Blick einen Vorderlauf und das Auge verletzt, beschreibt Kircher. Da zunächst kein Tierarzt erreichbar gewesen sei, wurde das Tier einer Bekannten zur Pflege anvertraut. Am nächsten Tag wurde es zum Tierarzt gebracht, welcher schwere Bissverletzungen feststellte und das Kitz deshalb einschläferte.

Anzeige und Rechnung

Die Hundehalterin sei bereits vor dem Vorfall mehrfach darum gebeten worden, ihre Vierläufer anzuleinen, so Kircher. Er sei noch direkt am Sonntag zu ihr gefahren und habe sie auf den Fall angesprochen. Dabei habe sie unter Ohrenzeugen erklärt, das Reh habe sie angegriffen. Wie die Polizei gegenüber der Redaktion bestätigte, wurde die Halterin wegen Jagdwilderei angezeigt. Er habe ihr auch eine Rechnung für die entstandenen Kosten gestellt, erklärt Kircher.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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