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Rehe gehetzt: Brutale Wilderer machen Jagd mit Autos im Oderbruch

Reinhard Schneider
am
Dienstag, 14.04.2020 - 17:15
Gelaendewagen-im-Feld © xalanx/ ysbrandcosijn - stock.adobe.com
Mit Geländewagen sollen die Männer Rehwild hetzen (Symbolbild).

Im Oderbruch (Brandenburg) ist eine Bande rücksichtsloser Wilderer unterwegs. Wie Jagdpächter berichten, die bereits Bekanntschaft mit den Wilderern machten, fahren diese am hellichten Tag in Geländewägen über die Äcker. Sie hetzen Rehe mit ihren Fahrzeugen bis sie erschöpft sind und lassen dann ihre großen, windhundähnlichen Hunde los, die die Rehe dann quälen und reißen. „Sie fahren völlig rücksichtslos über die Feldflur, stoppen auch an Straßen nicht“, berichtet ein Jagdpächter. Werden sie bei ihren Querfeldeinrasereien ertappt, reagieren sie aggressiv. Bei den Fahrzeugen, unter anderem einem weißen Toyota Hilux, soll es sich überwiegend um welche mit Rechtslenkung und britischen oder irischen Kennzeichen handeln.

Tätergruppen sollen auf Campingplätzen übernachten

Die Tätergruppe soll aus etwa 50 Männern bestehen, die in Wohnwagen vorwiegend auf Campingplätzen übernachten. Zu den Motiven der Täter können die Jäger nur spekulieren. Aber anscheinend scheint die Gier nach Wildfleisch und Trophäen nicht im Vordergrund zu stehen.

Max-Georg von Korff, Vorsitzender des Jagdverbandes Altkreis Seelow, hat Jäger, Jagdgenossen, Tierhalter und Landwirte aufgefordert, sofort die Polizei zu verständigen, wenn ihnen verdächtige Fahrzeuge, Personen oder Aktivitäten auffallen. Jagdpächter haben bei der Polizei Anzeige erstattet. Bisher konnte die Polizei der Bande nicht habhaft werden. Hinweise an die Polizei bitte unter Telefonnummer 03341-3300.


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