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Rehbock-Jagdzeit: Ministerium ignoriert Bedenken

Bastbock auf der Drückjagdstrecke: In Thüringen bald ein gängiges Bild? Foto: Gerd v. Hebel © Hebel Gerd von

Trotz eindeutiger Ablehnung durch den Landesjagdverband und obwohl sich die zuständigen Unteren Jagdbehörden geweigert haben, die notwendigen Anordnungen zu erlassen, wurden in Thüringen in einigen Landesjagdbezirken die Jagdzeiten für Rehböcke geändert. Möglich wurde dies, weil das Ministerium auf dem Verordnungsweg "durchregiert" (jagderleben.de berichtete hier).
Wiedas Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) in einer Presseerklärung mitteilt, dürfen demnach, vorläufig befristet für ein Jahr, Rehböcke bis zum 15. Januar geschossen werden. Die Änderung wird allerdings nur in den Forstamtsbereichen Erfurt-Willrode, Frauenwald, Hainich-Werratal, Marksuhl, Stadtroda und Weida wirksam. In den übrigen Forstamtsbereichen bleibtes bei derbisherigen Jagdzeitenregelung.
Begründet wird die Regeländerungmit einemForschungsprojekt namens"Jagdstrategien bei Schwerpunktjagden auf Schadflächen". Die befristeten Jagdzeitenveränderung sei ein Teil davon und verfolge die Zielsetzung, "die zunehmenden Verbissschäden durch Rehwild zu verringern", teilte das Ministerium mit. PM/JMB

Bild: In Thüringen liegen demnächst wohl "versuchsweise" Bastböcke auf der Strecke. Foto: Gerd v. Hebel