Reh in Wildererschlinge

Grausame Quälerei: Der mit einer Schlinge gewilderte Rehbock. Die Ermittler bitten um Hinweise. Foto: Polizeiinspektion Verden/Osterholz


In den Badener Bergen nahe der Stadt Achim (Landkreis Verden) ist ein in einer Wildererschlinge verendetes Reh gefunden worden. Das teilt die Polizei in Verden mit. Als der zuständige Jagdpächter das Tier entdeckte, war es bereits etwa einen Tag tot.

Im Zuge der Spurensuche entdeckten Polizeibeamte entlang des Haferdrehweges auf einer Fläche von 350 Metern weitere Schlingen, die mit Buschwerk kaschiert worden waren. Die Polizisten stellten die Fallen sicher. Einen konkreten Hinweis auf den oder die Täter gibt es bislang nicht. Allerdings hatten Anwohner in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch vergangener Woche einen mit zwei Personen besetzten dunklen Pkw, ähnlich einem VW-Golf, beobachtet. Ob die Insassen mit der Tat in Verbindung stehen, muss noch geklärt werden.
Hinweise von Zeugen nehmen sowohl die Achimer Polizei (Telefon 04202/9960), als auch Kreisjägermeister Hilmar Kruse (Telefon 04295/284) entgegen. PM

Der oben geschilderte Wildfrevel ist innerhalb kurzer Zeit der zweite Fall von Schlingenstellerei, der in Deutschland bekannt geworden ist. jagderleben.de berichtete hier darüber, dass nahe Bergheim (NRW) kurz nach Weihnachten ebenfalls ein Reh mit einer Drahtschlinge gewildert worden war.