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Reh in See ertrunken: Hund schuld?

Spaziergänger entdeckten die leblose Geiß im Rubbenbruchsee. © R. Rethschulte

Spaziergänger entdeckten die leblose Geiß im Rubbenbruchsee.


Am vergangenen Freitag wurde Reinhold Rethschulte von der Polizei und Mitbürgern über ein totes Reh im Rubbenbruchsee (Osnabrück, Niedersachsen) informiert. Rethschulte ist zuständiger Jagdaufseher der Stadt Osnabrück und unter anderem für das Gebiet rund um den See verantwortlich.

Eine tote Geiß liegt in einer Wiese. © R. Rethschulte

Bei dem toten Reh handelte es sich um eine führende Geiß.

Passant hilft beim Bergen

Er gibt gegenüber der Redaktion an, dass er mit Hilfe eines langen Seils und eines hilfsbereiten Spaziergängers das leblose Stück Rehwild aus dem See bergen konnte. Anschließend stellte er fest, dass es sich um eine führende Geiß handelte, die mindestens ein bis zweite Tage im Wasser lag. Von den verbliebenen Kitzen fehlte leider jede Spur.

Anleinpflicht ignoriert?

Bei genauerem Betrachten fielen Reinhold Rethschulte mehrere Bissverletzungen an der Geiß auf. Er vermutet, dass diese dem Reh durch einen freilaufenden Hund zugefügt wurden. Es wäre der zweite Fall in diesem Jahr, so Rethschulte weiter. Dabei herrscht im gesamten Stadtgebiet sowie in den Waldgebieten Osnabrücks eine ganzjährige Anleinpflicht. Während der Brut- und Setzzeit (1. April bis 15. Juli) gilt diese sogar in ganz Niedersachsen. Sie ist durch das Niedersächsische Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung geregelt.

Sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall am Rubbenbruchsee nimmt Herr Rethschulte unter der Telefonnummer 0171/4929334 entgegen.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.