Home News „Reh-Retterin“ wegen Tierquälerei verurteilt

„Reh-Retterin“ wegen Tierquälerei verurteilt

Die Autofahrerin hatte das Rehkitz nach dem Unfall mit zu sich nach Hause genommen (Symbolbild).


Wie „orf.at“ berichtet wurde eine 28-Jährige Frau aus Braunau am Inn, Österreich wegen Tierquälerei verurteilt. Sie habe am 15. Juni (Fronleichnam) ein Rehkitz angefahren. Anschließend habe sie das verletzte Tier mitgenommen und auf ihren Balkon gebracht. Dort sei das Tier die ganze Nacht und bis zum nächsten Nachmittag geblieben, bis Nachbarn auf die Schmerzschreie aufmerksam wurden und die Polizei alarmierten. Diese habe einen Jäger hinzugezogen, der das schwer verletzte Tier erlösen musste.

Kein Eingriff ins Jagdrecht

Die Fahrerin wurde wegen „Eingriff in das Jagdrecht“ und wegen „Tierquälerei“ angeklagt. Das Landesgericht Ried im Innkreis verurteilte sie nun wegen „Tierquälerei“ zu drei Monaten bedingt (auf Bewährung). Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Auf Nachfrage der Redaktion erklärte ein Sprecher des Gerichts, die Dame hätte glaubhaft versichert, das Reh einem Jäger oder Tierarzt übergeben zu wollen, allerdings keinen erreicht. Damit habe sie sich das Wildtier nicht vorsätzlich angeeignet, weshalb sie nicht gegen das Jagdrecht verstoßen hätte.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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