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Reh durchschlägt Frontscheibe

Der Unfallwagen: Das Reh flog in Kopfhöhe durch die Frontscheibe. Foto: Polizei © Polizei

Ein Mercedesfahrer konnte den Zusammenstoß mit einem Reh nicht mehr verhindern. Durch den Aufprall wurde das Tier in die Luft auf die Gegenfahrbahn geschleudert, durchschlug die Windschutzscheibe eines entgegenkommenden Fahrzeugs und blieb verendet auf der Rückbank liegen. Die Fahrerin wurde durch die Splitter der Frontscheibe an den Augen verletzt. Sie musste in eine Spezialklinik gebracht werden. Wie durch ein Wunder wurde ihr zweijähriger Sohn, der sich im Kindersitz auf der Rückbank befand, nicht verletzt. Der Gesamtschaden der beiden Autos beläuft sich auf über 20.000 Euro, wie die Polizei gegenüber jagderleben berichtete.
Um solche Unfälle zu verhindern, nehmen Jägerinnen und Jäger viel Geld aus eigener Tasche in die Hand. So zum Beispiel in Baden-Württemberg: An rund 4.000 wildunfallträchtigen Straßenkilometern brachte die Jägerschaft im Rahmen der „Aktion Lichtzaun“ Wildwarnreflektoren im Wert von über einer halben Million Euro an. Seit 2007 konnten so die registrierten Zusammenstöße mit Wild um bis zu 70 Prozent gesenkt werden.
BS/PB