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Reh durchbricht Küchenfenster

© Polizeipräsidium Niederbayern

Von Wildschweinen ist man das ja bereits gewohnt aber, jetzt fängt auch Rehwild damit an, in Wohnhäuser "einzudringen": Beim Sprung durch ein Küchenfenster verletzte sich in Bogen-Großlintach (Niederbayern) ein Reh so schwer, dass es durch einen Jäger von seinem Leiden erlöst werden musste.
Nach Polizeiangaben staunten der 44-jähriger Hausbesitzer und seine gerade Staub saugende Ehefrau nicht schlecht, als es Abends gegen 17:30 Uhr einen "explosionsartigen" Schlag tat weil das Tier mit einem kräftigen Satz die Glasscheibe durchschlug. Anschließend irrte es stark blutend durch die Küche, das Wohnzimmer und den Wintergarten, bevor es über die offene Terrassentüre wieder ins Freie gelangte. Dort verkroch sich das schwer verletzte Reh in einem Gebüsch. Dem zur Hilfe gerufenen Jäger blieb nichts anderes übrig, als ihm den Fangschuss anzutragen – zum Missfallen des Hausbesitzers. Der wollte zunächst nicht einsehen, dass dies für die arme Kreatur wohl am Beste war; zu schwer wogen die durch die Glasscherben verursachten Verletzungen an den Läufen und anderen Körperteilen. Bleibt die Frage, was das Reh zu dem fatalen Sprung veranlasste? Die Polizei vermutet, dass ein Hund oder spielende Kinder das Reh in Panik versetzt haben könnten. JMB

Bild: Zwischen dem Bewuchs vor der Hauswand erschien dem in Panik geratenen Reh die dunkle Fläche des Küchenfensters wohl als rettender Ausweg. Foto: PP Niederbayern