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Regierung will tausende Wölfe erlegen

Abendstimmung in Jakutien: kein Wolf, nur ein Jagdhelfer. Foto: SK


Die Regierung von Jakutien (Republik Sacha im Nordosten Russlands) hat wegen einer Wolfsplage den Notstand ausgerufen, wie verschiedene Medien berichten. Ab dem 15. Januar sollen Jäger binnen drei Monaten den Wolfs-Bestand auf unter 500 Tiere reduzieren. Insgesamt sollen rund 3.500 Grauhunde durch die Region streifen. Den drei erfolgreichsten Jägern winken Abschussprämien von 100.000 Rubel – zirka 2.500 Euro.
Als Begründung gibt die Verwaltung an, dass es in dem dünnbesiedelten Gebiet in der Vergangenheit zu viele Übergriffe auf Nutztiere gegeben habe. Isegrim soll im Jahr 2012 rund 16.000 Rentiere und über 300 Pferde gerissen haben. Der Schaden belaufe sich auf umgerechnet 3,7 Millionen Euro. Experten vermuten, dass immer mehr Wölfe aufgrund von Nahrungsmangel aus der Taiga einwandern.
BS