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Regierung stoppt Jagdtourismus

Große Foto-Safaris bedeuten für Wildtiere vor allem eines: Stress. Foto: Jeep circus © Jeep circus

Große Foto-Safaris bedeuten für Wildtiere vor allem eines: Stress. Foto: Jeep circus


Wie der "SpiegelOnline" berichtet, ist ab 2014 Schluss mit Jagdreisen nach Botswana. Das von betuchteren Jagdtouristen vor allem für die Elefanten und Büffeljagd geschätzte Reiseziel wolle durch diese Maßnahme den Artenschutz fördern und dadurch mehr Touristen ins Land locken.
Zwar plane die Regierung des südafrikanischen Landes kein generelles Jagdverbot, dennoch sollen ab dem 1. Januar 2014 keine Jagdlizenzen mehr an Touristen vergeben werden, berichten auch Afrika-Experten namhafter Jagdreiseveranstalter gegenüber der Redaktion. Sie sehen die immer mächtiger gewordene Fototourismus-Industrie als Antreiber für das Jagdverbot. Bereits seit zehn Jahren sei nach der Salamitaktik Stück für Stück die Jagd dem Fototourismus geopfert worden. "Erst waren es einzelne Tierarten, dann wurden aus Jagdrevieren Gebiete, die heute nur noch für Foto-Safaris zugänglich sind", zeigte sich einer der Veranstalter enttäuscht in einem Gespräch mit jagderleben.de. Ähnlich wie in Kenia befürchten die Fachleute, dass sich der Entschluss negativ auf die Wilddichte auswirken wird. Seit der Einführung des Dekrets in den 70-Jahren hätte die illegale Jagd nach dem "Bushmeat" (Wildbret) enorm zugenommen und für große Einbußen in den Beständen gesorgt.
BS