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Regierung gibt Entwarnung bei Bleiproblematik

Den Wildbraten kann man sich weiterhin schmecken lassen. Foto: Joachim Schwab © Joachim Schwab

In dem jagderleben.de vorliegenden Schreiben des Parlamentärischen Staatssekretärs Peter Bleser, MdB, vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an den Landwirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages heißt es wörtlich: "Eine (...) zusätzliche Bleiaufnahme über Wildfleisch ist toxikologisch unbedeutend. Der Beitrag zur Gesamtbelastung liegt bei weniger als 0,1 Prozent. Selbst bei Vielverzehrern beträgt die Bleiexposition durch Wildfleisch nur 0,3 Prozent."
Über die Ergebnisse des vom Bundesamt für Risikobewertung (BfR) abgehaltene Spezial-Forum zu diesem Thema heißt es in dem Bericht: "Dabei zeigte sich, dass insbesondere hinsichtlich der Umwelttoxizität und der gesundheitlichen Bewertung von Alternativmunition noch Wissenslücken bestehen".
Gleichzeitig kündigt die Bundesregierung an den "eingeschlagenen Weg der "wissensbasierten Entscheidungsfindung" fortzusetzen und eine bundeseinheitliche Regelung zum Theme Verwendung fon bleihaltiger, bzw. bleifreier Munition anzustreben. Mit Ergebnissen wird frühestens im Sommer 2012 gerechnet.
Der Deutsche Jagdschutzverband zeigt sich in einer Stellungnahme zu dem Bericht zufrieden über diese Einschätzung. Gleichzeitig wird in einer Pressemitteilung dazu kritisiert, dass "zahlreiche Medien" den BfR-Bericht vom September "aufgegriffen und grundsätzlich vor dem Wildbret-Verzehr gewarnt" hatten. "Offensichtlich", so der DJV abschließend, "ohne den begleitenden 60-seitigen Forschungsbericht zu berücksichtigen". JMB