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Rechnung ohne den Fuchs gemacht

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Dienstag, 07.07.2015 - 02:08
Offenbar mit einem Bolzenschneider geknackt: Das beschädigte Gitter des Geheges. Foto: J. Kalmbach © J. Kalmbach
Offenbar mit einem Bolzenschneider geknackt: Das beschädigte Gitter des Geheges. Foto: J. Kalmbach

Ende Juni wurde in die Schliefenanlage der Ortsgruppe des Deutschen Foxterrier Vereins bei Hildesheim-Achtum eingebrochen. Dabei haben die Täter die Gitterstäbe des Geheges durchtrennt und aufgebogen. Seitdem sind mehrere der ehedem dort gehaltenen Rotfüchse abgängig.
Zu der Tat haben sich Aktivisten der Animal Liberation Front (ALF) in einem Schreiben bekannt, das an die "Hildesheimer Allgemeine Zeitung" gegangen ist.
Doch einer der Sippe von Malepartus machte seinen "Befreiern" einen Strich durch die Rechnung: Er wollte sich offenbar nicht "befreien" lassen und statt dessen lieber in seiner gewohnten Umgebung bleiben.
Experten wundert das nicht. Bei den Füchsen, die in Schliefenanlagen eingesetzt werden, handelt es sich nämlich zumeist um Rotröcke, die aus der Nachzucht von Gehegefüchsen stammen und durch den täglichen Umgang mit Menschen oftmals handzahm sind.
Ohnehin müssen bei deren Haltung Auflagen erfüllt sein, die regelmäßig von Behörden überprüft werden. Im vorliegenden Fall richten sich die Betreiber zudem nach den „Grundsätzen für die artgerechte Haltung von Füchsen in Gehegeanlagen“.
Anstatt daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, entlarven sich die ALF-Aktivisten lieber als außerhalb der Gesellschaft stehende Kriminelle: "Unsere Antworten kommen nicht länger in Form von Demonstrationen, Infoständen oder sonstigen vom Staat als legal definierten Mitteln daher", heißt es in dem Bekennerschreiben an die Zeitung. Dieser Einlassung folgt die Ankündigung weiterer „Befreiungsaktionen" und damit weiterer Zerstörung von Firmen- und Privateigentum.

Die Polizeiinspektion Hildesheim bittet um sachdienliche Hinweise.
J. Kalmbach/RJE