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Raufbold gestreckt

Das ist der Jagdpächter und Erleger des aggressiven Rehbocks. Foto: Screenshot WDR © Screenshot

Das ist der Jagdpächter und Erleger des aggressiven Rehbocks. Foto: Screenshot WDR


Seit rund drei Wochen attackierte ein Jährling am Werler Stadtrand immer wieder Menschen. Darüber wurde der zuständige Jäger Franz-Josef Schnettker informiert. Auch das Kreis-Jagdamt reagierte und stellte ihm eine Abschussgenehmigung außerhalb der Jagdzeit aus. Am vergangenen Montag wurde bekannt, dass die Angriffe erste ernstere Folgen hatten. Während eine Frau eine Stichwunde versorgen ließ, musste am Wochenende ein Mann eine acht Zentimeter große Fleischwunde am linken Oberschenkel im Krankenhaus nähen lassen, berichtete der behandelnde Arzt Dr. Christian Jenke gegenüber jagderleben.
Mehrmals hätten Schnettker und seine Jagdkollegen versucht den Bock aufzuspüren. Am Dienstagabend habe er erfahren, dass Kinder angegangen wurden. „Glücklicherweise sei nichts passiert“, so der Jäger. Einen Tag später rief ihn eine Polizeistreife zu Hilfe. Die Beamten wurden von Spaziergängern informiert, weil sie ebenfalls ins Visier des Rehs geraten waren. Auf einer entlegenen, verwilderten Streuobstwiese dann das Aufeinandertreffen: „Plötzlich stand er hinter mir“, sagte Schnettker. Mit Flinte und Brenneke habe er ihn erlegt. Aufgrund des auffälligen Verhaltens sei der Bock ins Staatliche Veterinäruntersuchungsamt nach Arnsberg gebracht worden. Nun warte er auf die Ergebnisse, so Schnettker abschließend.
MH
Einen Filmbeitrag über den gefährlichen Rehbock finden Sie hier.