+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 3.916 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 24.5.2022) +++
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Rätselhaftes Fischsterben auf Rügen

Reinhard Schneider
am
Freitag, 21.01.2022 - 11:03
Hecht-Tot-Ufer © Alex Milan - stock.adobe.com
Im Jasmunder Bodden auf Rügen wurden mehrere Tonnen toter Fische gefunden (Symbolbild).

Ein mysteriöses Fischsterben im Kleinen Jasmunder Bodden auf der Insel Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern) wirft bei den Behörden Fragen auf. Mehr als 31 Tonnen tote Fische wurden geborgen, gab das zuständige Umweltministerium nach Abschluss des Räumeinsatzes bekannt.

Die Ursache für das Fischsterben ist nach Angaben des Ministeriums trotz intensiver Untersuchungen weiterhin unbekannt. Es liefen weitere wissenschaftliche Analysen von Wasserproben.

Auch tote Wildschweine gefunden

An der Beräumung der Kadaver beteiligten sich mehr als 70 Einsatzkräfte verschiedener Behörden des Technischen Hilfswerks und des Anglerverbandes. Dabei wurden vor allem Uferabschnitte auf einer Länge von rund 21 Kilometer Länge abgesammelt.

Bei der Suchaktion wurden auch zwei oder drei tote Wildschweine sowie Schwäne und Kormorane in geringer Anzahl gefunden, teilte auf Anfrage der Redaktion eine Sprecherin des Landkreises Vorpommern-Rügen mit. Der Zustand der Kadaver lasse vermuten, dass sie bereits vor längerer Zeit verendet seien. Ob ein möglicher Zusammenhang zu dem Fischsterben bestehe, lasse sich noch nicht sagen.

Die Untersuchungen der toten Sauen und der Wasservögel auf die im Land grassierende Afrikanische Schweinepest bzw. Vogelgrippe erbrachten negative Befunde. Nach Ansicht von Kreisjägermeister Holger Nebel weicht die Anzahl des gefundenen Fallwildes in diesen Bereichen nicht von der vorheriger Jahr ab. Nach Aussage des Landkreises soll die Suche nach toxischen Stoffen jetzt auf ein in der Nähe des Jasmunder Boddens liegendes ehemaliges militärisches Gelände ausgeweitert werden.


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