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Radioaktive Belastung bei Jägern: Pilze führen zu höheren Werten

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Kathrin Führes
am
Samstag, 07.08.2021 - 16:21
Maronenroehrling-im-Wald © Eileen Kumpf - stock.adobe.com
Der Verzehr von Wildpilzen kann zu einer höheren radioaktiven Belastung führen.

Jäger haben mehr radioaktives Cäsium-137 im Körper als der Durchschnitt der Bevölkerung: Doch woran liegt das tatsächlich? Laut den Forschern des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) kommt die höhere Cäsium-137 Belastung vor allem dann zum Vorschein, wenn Jäger auch regelmäßig Wildpilze konsumieren.

Ergebnisse geben keinen Anlass zur Sorge

An der Messung nahmen insgesamt 51 Jäger und sieben Familienangehörige teil. Die Probanten stammten überwiegend aus Bayern. Die Daten wurden dann mit Ergebinssen aus 1.729 Messungen von anderen bayerischen Bürgern verglichen. Zudem wurden die Essgewohnheiten mittels eines Fragebogens erfasst, speziell der Verzehr von Wildbret vom Schwarzwild sowie von Pilzen war für die Forscher von Interesse.

„Bei 81 Prozent der Teilnehmer lag ein Ergebnis oberhalb der sogenannten Erkennungsgrenze für Cäsium-137 vor. In der Durchschnittsbevölkerung ist nur bei einem Viertel Cäsium-137 nachweisbar“, so das BfS. Vor allem bei Jägern, die angaben, auch Wildpilze zu sammeln und zu verzehren, waren die Werte erhöht. Neben dem Konsum von Wildbret sei vor allem der Verzehr von Pilzen aussschlaggebend für die festgestellten Cäsium-Akitvitäten, folgerten die Forscher. Jäger aus Gebieten, die von dem radioaktiven Niederschlag nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nur wenig betroffen waren, die keine Pilze oder selten Schwarzwild essen hatten erwartungsgemäß weniger Cäsium-137 im Körper.

Jedoch hätten die in der Studie gemessenen Werte insgesamt keinen Anlass zur Sorge gegeben. Für den in der Studie gemessenen Spitzenwert von 1.050 Becquerel ergäbe sich eine jährliche Strahlendosis von 35 Mikrosievert. Der durchschnittliche Wert der jährlichen Strahlendosis, die Menschen in Deutschland aus natürlichen Quellen wie Radioaktivität im Erdboden oder in der Luft erhalten, beträgt etwa 2.100 Mikrosievert, also das Fünfzigfache.


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