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Radfahrer durch Schuss verletzt: Jägerin freigsprochen

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Sonntag, 06.06.2021 - 15:24
Treibjagd-Warnschild © schulzfoto - stock.adobe.com
Der Radfahrer war während einer Treibjagd verletzt worden.

Das Landgericht Münster (Nordrhein-Westfalen) hat eine Jägerin von dem Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung freigesprochen. Während einer Treibjagd im November bei Haddorf war ein Radfahrer durch Schrotkugeln am Kopf und Arm verletzt worden. In einem ersten Prozess war die Jägerin daraufhin wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2.100 Euro (30 Tagessätze à 70 Euro) verurteilt worden. Außerdem sollte sie dem Radfahrer Schmerzensgeld in Höhe von 1.000 Euro zahlen sowie die beschädigte Ausrüstung ersetzen und die Kosten des Verfahrens tragen. Im Berufungsverfahren wurde das Urteil nun zurückgenommen.

Widersprüchliche Zeugenaussagen

Wie ein Sprecher des Landgerichts Münster gegenüber der Redaktion erklärt, muss der Radfahrer unmittelbar hinter den Schützen hergefahren sein, die sich aufgereiht am Rande eines Feldweges befanden. Bei einer Schussabgabe wurde er durch Schrotkugeln im Körper- und Kopfbereich oberflächlich getroffen. "Wir sind der festen Überzeugung, dass der Vorfall stattgefunden hat und dass Sie verletzt wurden", zitiert die NOZ die Vorsitzende Richterin an das Opfer. Das Gericht hätte aber nicht feststellen können, welcher Jäger den ursächlichen Schuss abgegeben habe. „Ein Tatnachweis war daher nicht zu führen“, so der Sprecher weiter. Zum fraglichen Zeitpunkt hätten mehrere Personen geschossen. Auch Zeugenaussagen wären dazu nicht einheitlich gewesen und hätten zur Aufklärung der Tat nicht beigetragen.


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