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Quo vadis, Fangjagd?

In einer Lebendfangfalle gefangener Waschbär. Foto: Sven Voigt © Sven Voigt

Der Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbandes (DJV), Andreas Leppmann, kritisierte bei der Veranstaltung vor allemdaswidersprüchliche undideologisch motivierte Verhalten einiger Tier- und Naturschutzverbände: Auf der einen Seite würden Sachverhalte über-emotionalisiert und oft falsch dargestellt, andererseitssetzen Organisationen wie der NABU im Sinne des Naturschutzes selbstauf dasMittel des Wildtierfangs obwohl sie offiziell deren Sinn ablehnen. Der Jägerschaft aber soll dieses Recht genommen werden.
Sorgten für eine aufschlussreiche Veranstaltung: Organisatoren und Referenten der Tagung. Foto: Martin Weber © Martin Weber

Sorgten für eine aufschlussreiche Veranstaltung: Organisatoren und Referenten der Tagung. Foto: Martin Weber

Neben dem DJVbeschrieben unter anderem Referenten aus Frankreich, Spanien und Ungarn die Situation der Fallenjagd in ihren Ländern. Hier kommen teilweise auch noch Schlingen zum Einsatz. Dortige Naturschutzverbände seien der Fallenjagd gegenüber positiv eingestellt, da dadurch die Verwendung von Gift weniger werde. Im Vergleich zu diesen EU Staaten erscheint die derzeitige Entwicklung in Deutschland umso abstruser.
Ein Beispiel, was eine effiziente Fangjagd bewirken kann, stellte Dr. Marcel Holy von der Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer vor. Durch den verstärkten Eingriff in die Bestände von Fuchs, Iltis und Co. konnte zum Beispiel die Zahl der flügge gewordenen Kiebitze innerhalb eines Jahres auf einer Fläche von 1300 Hektar von nur 25 auf 100 Jungvögeleröht werden. Die Prädatoren wurden hierbei nur durch Fangjagd zur Strecke gebracht, da die Jagd mit der Büchse in diesem Naturschutzgebiet die längste Zeit des Jahres verboten ist.
Fazit der Tagung: Eine effizient und sauber ausgeführte Fangjagd ist ein Mittel, umnatürliche Ressourcen zu nutzen, Wildbestände zu regulieren, Wildtiere zu erforschen und ökonomische Interessen zu wahren. Am Ende des Symposiums verständigte man sich auf die Ausarbeitung eines gemeinsamen Positionspapieres unter Koordination des DJV. MW