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Pürzelprämie: Mecklenburg-Vorpommern verlängert Abschussprämie

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
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Freitag, 01.05.2020 - 15:52
Die Auszahlung der „Pürzelprämie“ wurde um ein Jahr verlängert. © Christian Schätze
Die Auszahlung der „Pürzelprämie“ wurde um ein Jahr verlängert.

Seit dem Jahr 2017 zahlt Mecklenburg-Vorpommern eine Aufwandsentschädigung für den Schwarzwildabschuss, den Jagdhundeeinsatz und die Fallwildbeseitigung im Zuge der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Dies wurde nun um ein weiteres Jahr verlängert.

Für den Abschuss eines Stück Schwarzwildes erhält der Erleger 25 Euro. Für den Jagdhundeeinsatz auf Drückjagden wurden im ersten Jahr 25 Euro, in den beiden darauffolgenden Jahren 35 Euro gezahlt. Seit dem vergangenen Jagdjahr können Jäger zudem eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro erhalten, wenn sie verendetes Schwarzwild „in einer bei den Forst- und Nationalparkämtern zur Verfügung gestellten Konfiskattonne“ entsorgen.

Wie das Landwirtschaftsministerium auf Nachfrage der Redaktion angibt, wurden im Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis zum 3. März 2020 insgesamt 3.182.525 Euro an Aufwandsentschädigungen gezahlt.

Aufwandsentschädigungen wurden in hohem Maße angenommen

Wie das Ministerium weiter ausführt, würden die Aufwandsentschädigungen zum Zwecke der Bestandesreduzierung beim Schwarzwild „in hohem Maße“ angenommen werden. Das würde aus den Streckenzahlen hervorgehen. So konnte im Jagdjahr 2017/18 die Schwarzwildstrecke um 41% von 60.746 Stück auf 85.949 Schwarzkittel gesteigert werden. Im Jagdjahr 2018/ 2019 wurden 73.177 Stück erlegt. Auch für das Jagdjahr 2019/ 2020 erwartet das Ministerium eine ähnlich hohe Strecke – die Daten dafür werden jedoch noch ausgewertet.


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