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Prüfungen irrelevant?

Wohl brauchbar: Terrier-Mischling nach erfolgreicher Hetze. Foto: BS © BS

Zu Beginn des Rundbriefes weist das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), auf die derzeitige Rechtslage hin. Demnach müsse bei der Such-, Riegel-, Drück-, Treib- und Wasserwildjagd sowie zur Nachsuche brauchbare Jagdhunde verwendet werden. Das StMELF ist ermächtigt, eine Verordnung über diese Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdhunden zu erlassen und dafür Prüfungen vorzuschreiben. Dies sei aber bisher nie erfolgt. Man hätte lediglich der anerkannten Vereinigung der Jäger (Bayerischer Jagdverband, BJV) die Möglichkeit eröffnet, privat organisierte Brauchbarkeitsprüfungen durchzuführen.
Diese Leistungsnachweise des BJV seien aber nur eine Möglichkeit, den Hund als brauchbar zu deklarieren. „Auch von sonstigen Ausbildungsstätten oder vom Hundeführer individuell ausgebildete Hunde können daher als „brauchbar“ bei der Jagd eingesetzt werden“, heißt es in dem Schreiben vom 6. August. Das gelte insbesondere für Hunde, die die Zugangsvoraussetzungen des BJV an der Brauchbarkeitsprüfung nicht erfüllen. Weiter könne die Untere Jagdbehörde (UJB) die vom Hundeführer attestierte Brauchbarkeit nur bei konkreten Zweifeln in Frage stellen. Dann müsse die UJB nachweisen, dass der Vierbeiner unbrauchbar ist.
Begründet wird dies mit einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Regensburg aus dem Jahr 2006 (Az.: RN 2 K 05.782)! Es habe in jüngster Vergangenheit mehrere Fragen seitens nachgeordneter Behörden und verschiedener Verbände zu der Entscheidung gegeben. „Um Irritationen zu vermeiden, wurde das Schreiben (...) versandt,“ berichtete ein Pressesprecher. Frank Wagner, 1. Vorsitzender des jagdkynologischen Arbeitskreises Bayern, gegenüber jagderleben dazu: „Die Situation ist unbefriedigend.“ In Bezug auf die Versicherungsfrage merkt der erfahrene Rüdemann an, dass „jeder Jagdleiter für den Einsatz von brauchbaren Hunden auf seiner Jagd verantwortlich ist“.
BS