Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Müller verstorben

Völlig überraschend ist der langjährige Direktor des Biogeographischen Instituts der Universität Trier, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Müller verstorben. Wie aus dem Familienkreis verlautbarte, erlitt der 69-Jährige am Wochendeauf auf seiner Jagdhütte einen plötzlichen Tod (Foto: G. Klahm).
Prof. Müller war begeisterter Jäger und hat sich in Fachkreisen sowie international als wissenschaftlich fundierter Anwalt für eine nachhaltige – sprich ökosystemgerechte – Jagd einen Namen gemacht. Dabei lag ihm immer mehr an der Suche nach pragmatischen Lösungen als an ideologischen Grabenkämpfen. Dennoch redete er denen, die seinen Rat suchten, zuweilen auch unbequem ins Gewissen. Doch gerade auch deswegen war Prof. Müller für viele jagdliche Organisationen und Insititionen ein gefragter Referent, Diskussionspartner und Mitstreiter, der aus seiner Diskussionsfreude und der Lust an der fachlichen Auseinandersetzung keinen Hehl machte. Jüngst konnte man ihn so zum Beispiel bei einer Podiumsdiskussion auf dem bayerischen Landesjägertag 2010 in Erding erleben.
Für sein wissenschaftliches und gesellschaftliches Wirken hat Paul Müller zahlreiche Ehrungen erfahren. So erfolgte bereits 1984 die Ernennung zum Offizier des französischen "Ordre national du mérite". Das Bundesverdienstkreuz erhielt er 1994. Er trug den Titel eines Ehrendoktors der Chiang-Mai-Universität und der Yokohama National University.
Engagiert war Prof. Müller auch in jagdlichen Organisationen wie dem "Game Conservancy Deutschland" und dem "Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Jagdschutz Verbandes". RJE