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Problemwolf: Zweiter Wolf aus dem Rudel Amt Neuhaus geschossen

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 03.02.2022 - 06:26
Wolf-liegend-Wald © Bas - stock.adobe.com
Aus dem Rudel Amt Neuhaus wurde ein zweiter Wolf geschossen (Symbolbild).

In Niedersachsen ist erneut ein Wolf mit einer Ausnahmegenehmigung geschossen worden. Wie das Umweltministerium bekannt gibt, wurde in der Nacht zum 1. Februar ein männlicher Wolf im Geltungsbereich der Genehmigung getötet. Nach dem Abschuss eines weiblichen Tieres am 8. Januar handelt es sich nun um die zweite Entnahme im Territorium des Rudels Amt Neuhaus.

Risse hatten nach Abschuss nicht aufgehört

Trotz des Abschusses der Fähe sei es in dem Gebiet des Rudels zu wiederholten Rissen gekommen. Die letzten wurden am 26. sowie 30. Januar gemeldet, sodass die Ausnahmegenehmigung im Territorium des Rudels Amt Neuhaus aktiv blieb, berichtet das Umweltministerium.

Der Kadaver wurde geborgen und soll nun untersucht werden. Hinweise auf die genetische Herkunft des Rüden sei innerhalb der nächsten zwei Wochen zu erwarten. Zur Entnahme freigegeben ist die Fähe GW 872f und der Rüde GW 1532m. Die Ausnahmegenehmigung ist zeitlich befristet bis zum 31.03.2022. Die Tötung des männlichen Wolfs aus dem Rudel Amt Neuhaus ist von der geltenden Rechtslage nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 45a) vollumfänglich gedeckt.

Seit 2017 war es im Territorium des Rudels Amt Neuhaus immer wieder zu Übergriffen auf Nutztiere gekommen, auch „zumutbare Herdenschutzmaßnahmen“ seien dabei immer wieder überwunden worden. Daher wurde am 29.11.2021 eine Ausnahmegenehmigung zur Entnahme der Wölfe erlassen.


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