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Problemwolf: Zwei Wölfe in Niedersachsen zum Abschuss freigegeben

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Kathrin Führes
am
Montag, 06.04.2020 - 17:01
Schaf-nach-Wolfsangriff © Branislav - stock.adobe.com
Die Wölfe sollen für zahlreiche Schafsrisse verantwortlich sein.

Wie das niedersächsische Umweltministerium auf Anfrage der Redaktion mitteilte, wurden im Landkreis Uelzen zwei weitere Wölfe zum Abschuss freigegeben. Dabei soll es sich um einen Rüden des Ebstorfer Rudels sowie um eine Fähe aus dem Escheder Rudel handeln. In den vergangenen Wochen wurden beiden Tieren zahlreiche Nutztierrisse in der Region nachgewiesen.

Die Abschussgenehmigung gilt auch nach Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes ausschließlich für diese beiden "individuellen Tiere". Sollte jedoch fälschlicherweise ein anderer Wolf erlegt werden, würden auf den Schützen keine rechtlichen Konsequenzen mehr zukommen. Anders als bei der Jagd auf den Rodewalder Leitrüden, den man in den vergangen Monaten erfolglos versucht hatte zu entnehmen, setzt man nun nicht mehr auf einen externen Dienstleister, sondern die örtliche Jägerschaft soll die Maßnahme unterstützen. Der Vollzug der Ausnahmegenehmigung obliegt dem Landkreis.

Genehmigung für Wölfin wird vom 15. April bis 15. Mai ausgesetzt

Die Abschussgenehmigung gilt vorerst bis zum 30. Juni, wobei die Genehmigung bei der Wolfsfähe des Escheder Rudels aus Tierschutzgründen vom 15. April bis zum 15. Mai ausgesetzt wird, "damit die Versorgung eventuell in diesem Frühjahr geborener Welpen sichergestellt ist."

Derzeit gibt es in Herzlake (Landkreis Emsland) bereits eine gültige Abschussgenehmigung für eine weitere Wolfsfähe. Diese ist derzeit noch bis zum 15. April gültig. Ob die Genehmigung danach erneuert werde, steht noch nicht fest.


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