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"Problemwolf muss weg"

Eines der verletzten Schafe, das vermutlich dem "Goldenstedter Problemwolf" zum Opfer fiel. Foto: Screenshot NDR © Screenshot

Eines der verletzten Schafe, das vermutlich dem "Goldenstedter Problemwolf" zum Opfer fiel. Foto: Screenshot NDR


Der Übergriff ereignete sich am vergangenen Freitag in Goldenstedt. Dabei wurden neun Tiere getötet und weitere verletzt. Noch muss ein DNS-Test den Verursacher überführen. Doch der zuständige Wolfsberater ist sich sicher, dass es eine bekannte Fähe aus der Region ist, die sich auf das Reißen gesicherte Schafe spezialisiert hat. Gegenüber dem „Norddeutschen Rundfunk“ gab er zu, dass auch er kein Mittel mehr sieht, das diese Wölfin von derartigen Rissen abhalten könnte. Denn der betroffene Schäfer Tino Barth setzt bereits höhere und stärkere Zäune als bisher gefordert ein. In Sachsen gibt es übrigens ein ähnliches Problem. Auch dort haben Wölfe gelernt, die Schutzmaßnahmen zu überwinden. Zusätzlich gespanntes Flatterband soll Abhilfe schaffen.
Der niedersächsische Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann (CDU) hat bei der gestrigen Sitzung (5. Okotber) des Umweltausschusses umgehende Konsequenzen im Umgang mit dem „Goldenstedter Problemwolf“ gefordert: „Ein Wolf, der sich auch durch Elektrozäune nicht abschrecken lässt und ein regelrechtes Blutbad auf der dahinterliegenden Weide anrichtet, muss umgehend aus der Population entnommen werden - bevor sich dieses Verhalten auf andere Tiere seines Rudels überträgt.“
Auch Schäfer Barth ist davon überzeugt, dass die Fähe weg muss. Egal ob erschossen oder eingefangen. Seine Wut trifft Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), der immer nur rede und nichts mache. Da frage man sich schon, „ob der noch zurechnungsfähig ist“, so Barth.
BS

Den Filmbeitrag des NDR dazu finden Sie hier.