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Problemwolf bei Verkehrsunfall getötet

Phil Kahrs © Phil Kahrs
Phil Kahrs
am
Mittwoch, 09.02.2022 - 15:13
Grauwolf-Canis lupus © ©Geoffrey Kuchera - stock.adobe.com
Der Aufenthaltsort des Wolfs war lange unbekannt (Symbolbild).

Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat am Mittwoch, den 9. Februar 2022, bekannt gegeben, dass der Wolf mit der Kennung GW2425 bei einem Verkehrsunfall getötet wurde. Überfahren wurde das Tier jedoch nicht in Deutschland, sondern im tschechischen Prostejov in der Nähe von Brünn. Der letzte bekannte Aufenthaltsort des Wolfs war in Marktschellenberg, Bayern. Zwischen den beiden Orten liegen ca. 360 Kilometer Luftlinie. Der Unfall hatte sich bereits am 17. Januar ereignet, und damit genau an jenem Tag, an dem die Regierung von Oberbayern eine Allgemeinverfügung für die Entnahme erlassen hatte. Erst jetzt liegen die gentechnischen Ergebnisse vor, die eine Identifizierung des Wolfs ermöglichten.

Streit um Entnahme

Der Grund für die Entnahme-Verfügung waren zahlreiche Nutztierrisse, die anhand von Genanalysen unter anderem dem Individuum GW2425 zugeordnet werden konnten. Darauf entbrannte ein Streit zwischen Regierung und Naturschützern. Letztere stellten beim Verwaltungsgericht in München einen Eilantrag, um die Abschussgenehmigung zu kippen. Nachdem das Gericht die Genehmigung aussetzte, ging die oberbayerische Regierung in Berufung. Wie nun mit dem Verfahren umgegangen wird, das mittlerweile beim Verwaltungsgerichtshof liegt, steht noch nicht fest.


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