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Problemwolf: Umweltminister stimmen für Entnahme

Hat Gloria möglicherweise gelernt, Schafzäune und Herdenschutzhunde zu umgehen? (Symbolbild)


Einigkeit herrschte auf der 91. Umweltministerkonferenz (UMK), bei der Minister und Senatoren der einzelnen Bundesländer, sowie Bundesumweltministerin Svenja Schulze teilnahmen, beim Thema „Problemwolf“. Die Teilnehmer verständigten sich darauf, dass es eine „rechtssichere Grundlage zur Entnahme von problematischen Wölfen zum Schutz der Weidetierhaltung bei Einhaltung der notwendigen Präventationsmaßnahmen bedarf“. Bis zur nächsten UMK Anfang Mai in Hamburg, sollen dazu Ergebnisse präsentiert werden.

Auch soll bis dahin eine Habitatanalyse mit einer „überschlägigen Abschätzung des günstigen Erhaltungszustandes“ vorliegen, um eine Einordnung in den entsprechenden FFH-Anhang vornehmen zu können.

Indirekter Schadensausgleich möglich

Die Teilnehmer der UMK begrüßten eine bereits vollzogene Änderung der Rahmenregelung für die Agrarbeihilfen auf EU-Ebene. Die EU-Kommission schreibt dazu:

"Die Kommission hat beschlossen, den Landwirten eine vollständige Entschädigung für Schäden zu gewähren, die durch geschützte Tiere wie Wölfe verursacht werden. Auch die Investitionen, die die Landwirte tätigen werden, um solche Schäden zu vermeiden, wie z.B. den Bau von Elektrozäunen oder den Erwerb von Schutzhunden, werden vollständig erstattet."

Neben der hundertprozentigen Förderung investiver Herdenschutzmaßnahmen und dem direkten Schadenausgleich, soll nun auch der indirekte Schadensausgleich (z.B. Arbeitskosten durch die Nachsuche nach versprengten Tieren nach einem Wolfsangriff) rechtlich möglich sein.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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