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Problemwolf soll trotz Wolfsverordnung nicht geschossen werden

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Montag, 28.03.2022 - 12:11
Wolf-reißt-Schaf © Nicolette Wollentin - stock.adobe.com
Trotz zahlreicher Nutztierrisse sollen die Problemwölfe in NRW nicht zum Abschuss freigegeben werden (Symbolbild).

Mit einer neuen Wolfsverordnung hat Nordrhein-Westfalen Möglichkeiten für den Umgang mit Problemwölfen geschaffen. Wie auch in Niedersachsen sieht die Verordnung vor, dass nach Erfüllung bestimmter Kritierien Problemwölfe zum Abschuss freigegeben werden können.

Unzureichend geschützte Weidetiere

Seit längerem sorgen zwei Rudel – in Schermbeck sowie im Oberbergischen Land – immer wieder für zahlreiche Weidetierrisse. Unter anderem wurde auch mehrere Ponys durch Wölfe getötet. Auf Nachfrage der Redaktion beim zuständigen Ministerium, ob man nun eine Abschussgenehmigung erteilen wolle, gab ein Sprecher an, dass derzeit keine Wölfe in Nordrhein-Westfalen die zum Abschuss erforderlichen Kriterien erfüllen würden. Dies hätten zwei Rechtsgutachten ergeben. „Das Rudel in Schermbeck hatte 2021 insgesamt 18 Übergriffe auf unzureichend gegen den Wolf geschützte Weidetiere, darunter auch Ponys verursacht. In einem Fall ist die Bewertung unklar. Das Rudel im Wolfsgebiet Oberbergisches Land hat auf der nordrhein-westfälischen Seite 2021 ebenfalls rund 20 Übergriffe, auf rheinland-pfälzischer Seite rund 50 Übergriffe verursacht. Auch hier handelte es sich laut Angaben des LANUV und des Rheinland-Pfälzischen Umweltministeriums um Übergriffe auf unzureichend geschützte Weidetiere“, erläutert der Pressesprecher. Man würde daher weiterhin auf Prävention durch Herdenschutz als wichtigste Maßnahme setzen.


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