+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.308 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 11.6.2021) +++
Home News Problemwolf: Klage auf Entnahme erneut abgewiesen

Problemwolf: Klage auf Entnahme erneut abgewiesen

Wolf-im-Wald © Randy van Domselaar - stock.adobe.com
Der Wolf darf in Nordrhein-Westfalen weiterhin nicht entnommen werden.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die Klage eines Schäfers in Nordrhein-Westfalen zur Entnahme eines Problemwolfs abgewiesen. Der Mann hatte bereits in der Vergangenheit eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss beim Kreis Wesel beantragt. Doch der Kreis lehnte dies ab, genauso wie das Düsseldorfer Verwaltungsgericht in einem ersten Eilverfahren im Januar. Der betroffene Schäfer hat durch die Problemwölfin „Gloria“ nach Angaben des „WDR" bereits 26 Tiere verloren. Nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) sei die Wölfin für insgesamt 111 getötete Weidetiere verantwortlich. In mindestens vier Fällen sei dabei der „nach den Empfehlungen des Bundes ausreichende Herdenschutz“ überwunden worden, so der RLV.

Verwaltungsgericht nicht von ersten wirtschaftlichen Schäden überzeugt

Das Verwaltungsgericht sei nicht davon überzeugt, dass der Schäfer auch „in Zukunft mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit und der gebotenen Häufigkeit von Übergriffen der Wölfin 'Gloria' auf seine Herde betroffen sein werde, die einen ernsten wirtschaftlichen Schaden für ihn befürchten ließen.“

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser begrüßt das Urteil und führt aus, dass dort, wo Herdenschutzzäune nicht zur Sicherheit der Weidetiere ausreichen, weitere Alternativen wie der Einsatz von Nachtpferchen und Herdenschutzhunden zu prüfen seien. Auch sei eine Verhaltensauffälligkeit der Wölfe im Wolfsgebiet Schermbeck nicht belegt.


Kommentieren Sie